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Haltung von Bodenbewohnern im Terrarium

Als erstes muß man wissen, wie die Vogelspinne in der Natur lebt. Es gibt Bodenbewohner, Röhren bzw. unterirdisch lebende und die Baumbewohner. Für Spinnen, welche am Boden leben, sollte beachtet werden, dass viele Arten gerne und tief graben. Es ist hier ratsam ein Terrarium mit einer Füllhöhe von 10-30 cm einzurichten, je nach Größe und Bedürfniss des Tieres. Die Größe des Terrariums für ein ausgewachsenes Tier sollte zwischen einer Länge von ca. 30-80 cm, einer Breite von 30-80cm liegen. Man bedenke das es sehr große Arten gibt, die eine Spannweite von bis zu 30 cm erreichen können.

Das vorstechen von Höhlen ist sinnvoll und wird in der Regel auch gerne von den Tieren angenommen. Man kann beispielsweise über das Loch noch ein Korkstück oder Korkröhre legen. Darüberhinaus kann man auch noch etwas Laub dazugeben, was von den Spinnen sehr gerne zum Ausbau genutzt wird. Eine Trinkschale ist auch sinnvoll zwecks Luftfeuchtigkeit. Wer möchte kann zusätzlich sprühen, man sollte das dann aber auch regelmäßig machen, da beim sprühen die Luftfeuchte nicht so lange anhält. Kommt auch ganz auf die Art des Tieres an, wie hoch die LF sein sollte.

Ein Spotstrahler über dem Terrarium ist sinnvoll bei Spinnen, die eine Temperatur über 25°C brauchen, ansonsten reicht ein gut beheizter Raum aus. Wer Heizmatten nutzt, sollte sie auf keinem Fall unter dem Terrarium anbringen, wenn dann an der Rück- oder Seitenwand. Wärme von unten ist unnatürlich und nicht gut für die Tiere!




Haltung von Röhren- bzw. unterirdisch lebendes VS im Terrarium

Diese Tiere brauchen einen sehr hohen Bodengrund, am besten wäre 30-50cm. Da die meisten es sehr feucht mögen, ist drauf zu achten, dass der Boden niemals austrocknet! Ein vorstechen und/oder ein kleines Stückchen ausheben der Erde, wird von den Tieren gerne angenommen. Man kann auch noch Korkstücke über die Löcher legen oder auch Korkröhren ins Terri reinlegen. Meine Tiere sind Nachts sehr oft außerhalb ihrer Röhre zu sehen und gehen manchmal sogar richtig auf die jagd. Eine große Trinkschale ist auch hier zu empfehlen.




Haltung von Baumbewohnern im Terrarium

Bei den Baumbewohnern reicht ein Bodengrund zwischen 5-10cm aus, da sie vorwiegend ihr Gespinst zwischen Ästen und in die Ecken oberhalb des Terrariums bauen. Man stellt vorzugsweise eine Korkröhre in den hinteren Bereich des Terrariums, sie dient als Versteck der Spinne. Gerne wird auch von den Baumbewohnern etwas Erde mit verbaut, darum mein Tip etwas mehr Erde hineinzugeben! Auch hier kann man gerne Laub dazugeben. Eine Trinkschale kann ich auch hier empfehlen. Da Baumbewohner meist im oberen Bereich des Terris leben, sollte es dementsprechen höher sein. 30x30x40-50cm reicht den meisten Arten aus.





Checkliste der Einrichtungsgegenstände

  • Walderde, gemischt mit Blumenerde, Kokoshumus und einen kleinen Teil Sand ist ideal.
  • Laub, Äste & diverse Pflanzen. Kunst oder echt, je nach Geschmack. Bitte darauf achten, unbedingt Giftpflanzen ausschließen!
  • Korkröhre bzw. Korkstück als Versteckmöglichkeit.
  • Evtl. Rückwand z.B. Kokosfasermatte.
  • Trinkschale
  • Heiz- bzw. Spotstrahler 25 Watt reicht aus.
  • Wer lieber eine Heizmatte möchte, 25 Watt reicht aus. Bitte dran denken nicht unters Terri!
  • Thermostat für die Regelung der Heizung wäre vorteilhaft.
  • Zeitschaltuhr für den Strahler - tagsüber auf ca. 8-10 Stunden einstellen.
  • Thermo- und Hygrometer kann man sich im allgemeinen sparen. Wer am Anfang jedoch unsicher ist, kann eins benutzen.
  • Pinzette



Noch ein paar Tips

Es ist dringend davon abzuraten Kokoshumus allein als Bodengrund zu nehmen, da in der Erde keine natürlichen Microorganismen leben und somit ein einnisten für Schädlinge (z.B. Fadenwürmer, die für die Spinne tödlich sind) vorprogramiert ist. Es ist ratsam das Terrarium ein paar Tage bevor man die Spinne kauft einzurichten, da es dann meist noch zu feucht ist und die Spinne evtl. die Scheiben hochklettert und die meiste Zeit im Terri umherrennt. Man kann dann auch in Ruhe testen, wie es mit der Temperatur läuft. Am besten ist es, wenn man den Strahler so anbringt, dass im Terri ein Temperaturgefälle entsteht, z.B. ganz rechts oder links anbringen, damit die Spinne eine Rückzugsmöglichkeit hat, falls es ihr evtl. zu warm wird.

Zum Abschluss möchte ich noch anmerken, dass es nicht notwendig ist, dass man das Terrarium in irgendwelchen Abständen einer Rundumerneuerung unterziehen sollte. Gerne liest man, dass es nötig sei, das Terarium einmal pro Jahr komplett zu säubern. Das ist m. E. völliger Quatsch. Man bedenke, dass man das komplette Gespinst und/oder die komplette Wohnhöhle damit zerstört! Es kann unter Umständen sogar sein, dass die Spinne (wenn sie schon sehr alt ist) nicht mehr, oder erst nach Monaten wieder gräbt und eine Höhle baut! Solange kein Schimmel sein Unwesen im Terrarium treibt, ist dies nicht nötig! Was man natürlich sauber machen kann, sind die Scheiben, aber bitte ohne Reinigungsmittel, sondern nur warmes Wasser und Fensterleder.

Man kann ein paar weiße Asseln ins Terrarium geben, diese fungieren als Müllschlucker und entsorgen die Futterreste. Sehr große Reste sollte man via Pinzette aus dem Terrarium fischen. Springschwänze vertilgen abgestorbene Pflanzenreste und Bakterien. Somit herrscht ein natürliches Klima im Terrarium.


Regelmäßige Kontrolle & Fütterung

Man sollte das Terrarium und die Spinne jeden Tag kontrollieren. Frisches Wasser und das befeuchten des Bodens sind notwendig, um die Luftfeuchtigkeit zu halten. Dabei sollte dringend beachtet werden, dass keine Staunässe entsteht, dadurch können Schimmel und Pilze entstehen, die der Spinne sehr schaden und evtl. auch zum Tod führen kann!

Adulte Spinnen füttert man in der Regel einmal in der Woche, oder alle zwei Wochen, Spiderlinge empfehle ich zweimal wöchentlich zu füttern. Eine Überfütterung schadet den Tieren und sie können sich dabei auch tödliche Verletzungen zuziehen, wenn sie z.B das Terri hochklettern und abrutschen! Das Abdomen kann unter der großen Spannung leichter aufplatzen, dann stirbt die Spinne in der Regel. Außerdem sieht eine überfütterte Spinne überhaupt nicht mehr schön aus!

Für weitere Informationen und Tips zur Haltung von Vogelspinnen, besuche bitte unser Forum.
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