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Krankheiten bei Vogelspinnen

Vogelspinnenkrebs

Ist eine blasenartige Verdickung um den Spinnwarzenbereich, kann auch direkt auf oder unterhalb des Abdomens vorkommen. Dabei frisst die Spinne ganz normal und scheint auch nicht sonderlich davon beeiträchtigt zu sein. Dieser Prozess kann sich von mehreren Wochen bis zu ein paar Monaten ziehen. Mit dem Endstadium ist die Blase mit roten und bläuliche Fäden durchzogen. Man kann versuchen die Blase immer wieder mal zu entleeren, indem sie ein Tierarzt mit dem Skalpell öffnet. Eine Garantie das dies klappt, gibt es leider nicht.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass so meine Theraposa blondi noch fast zwei Jahre gelebt hat. Sie hat bis zum Schluss ganz normal gefressen. Ob letzten Endes der Tumor zum Tod geführt hat, weiß ich nicht genau, da sie schon sehr alt war. Ich hatte auch noch ein paar andere Spinnen mit dem selben Problem, dass sich aber nach jeder Häutung etwas zurückgebildet hat und zuletzt ganz verschwand!

Pilzbefall

Äußert sich durch weißlich, pelzige Beläge auf Körper und/oder Gliedmaßen. Man sollte die Spinne sofort in ein trockenes Quarantänebecken setzen und sie mit einer entsprechenden Salbe via Wattestäbchen behandeln.

Milbenbefall

erkennt man anhand der gelblich-beigen Tiere, welche die Größe eines halben Stecknadelkopfes messen. Sie sitzen zwischen den Chelizeren und/oder auf den Gliedmaßen. Man kann sie mit 70%igem Alkohol aus der Apotheke bekämpfen. Dazu träufelt man ein paar Tropfen auf die befallenen Stellen. Das Terrarium ist auszuräumen und gründlich mit heißem Wasser inkl. der Inneneinrichtung zu säubern.

Wurmbefall

erkennt man normalerweise daran, wenn die Spinne wie gewohnt frißt, jedoch immer dünner wird. Zweifelsfrei ist dies leider erst nach dem Tod festzustellen. Man kann sich jedoch mit einem Tierarzt in Verbindung setzten und versuchen die Spinne mit einem Wurmmittel zu behandeln.

Vergiftungen & dyskinetisches Syndrom

um diese vorzubeugen, sollte man ein paar Dinge beachten. Keinen Insektenspray im selben Raum, in welchem das Terri mit der Vogelspinne steht verwenden. Sie enthalten Nervengase die zum Tod der Vogelspinne führen könnten. Sprays mit dem Wirkstoff Fipronil nicht in der Nähe der Vogelspinne benutzen! Wenn man Futtertiere übrig hat, diese nicht mit Salat oder sonstigem Gemüse & Obst füttern. Da die Lebensmittel meist gespritzt sind nimmt die Spinne das Gift über die Futtertiere auf, dies kann zu dem gefürchteten dyskinetisches Syndrom führen, das fast zu 100% zum Tod führt. Ich sage deshalb "fast" da ich mal eine Psalmopoeus irminia durchgebracht habe, sie lebt bis Heute (3 Jahre später). Die Anzeichen dieser Nervenerkrankung äußern sich wie folgt; unkontrolliertes zappeln der Beine auf der Stelle, plötzliches und uncoordiniertes losrennen, kann sich nicht auf den Beinen halten, stößt gegen die Scheibe, frißt nicht mehr.

Ich hab die Spinne in eine Plastikdose versetzt, damit sie sich nicht verletzen kann, hab sie ganz trocken und sehr, sehr warm gestellt. Hab ihr hin und wieder mit einem Wattestäbchen Baldrian um die Cheliceren gestrichen. Die Prozedur ging über zwei Wochen lang, danach hab ich sie einfach nur noch trocken gehalten. Einmal in der Woche Wasser in den Trinknapf, kein sprühen, kein gießen in der Box. Sie hat sich ein halbes Jahr später gehäutet und die Symptome wurden erheblich besser. Danach hab ich sie wieder in ihr Terri gesetzt. Sie hielt sich zwar immer nur am Boden auf und kletterte nicht mehr, aber die Anzeichen verschwanden mit der Zeit dann ganz. Heute ist sie wieder wie neu, klettert und spinnt, verhält sich ganz normal!
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